Funkenregen und musikalisches Feuerwerk bei der Neujahrsgala

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2180Saarlouis. Außergewöhnlich war einmal mehr die die Saarlouiser Neujahrsgala. Einfallsreicher Gag war es, die Saarlouiser Freiwillige Feuerwehr zu integrieren, die in diesem Jahr ihr zweihundertjähriges Bestehen feiert. Musikalisch hervorragend wie immer das Kreissymphonieorchester unter der Leitung von Volker Christ, Leckerbissen die Solisten Elsbeth Reuter und Jevgenij Taruntsov.

Fackeltragende Feuerwehrleute in Uniformen um 1900 bildeten ein Spalier am Haupteingang des Theaters am Ring, begrüßten dort die zahlreichen Besucher – das Theater am Ring war ausverkauft. Durch das Programm führte ebenfalls ein Feuerwehrmann, der Schauspieler Utz Thorweihe gab den Feuerwehrmann „Franz Brandwein“ mit sehr viel Charme leitete er in einzelnen Programmteile ein, animierte zwischendurch zum Walzer, unter anderem Oberbürgermeister Roland Henz nebst Gattin.

2190Musikalisch hatte das Kreissymphonierochester einigen vorbereitet. Im Mittelpunkt stand zunächst die große Oper, Doniz2206ettis Don Pasquale, Carmen, La Bohéme und vieles andere standen auf dem Programm. Mit der Koloratursopranistin Elsbeth Reuter war die Verpflichtung einer außergewöhnlichen Künstlerin gelungen, die bereits an zahlreichen Bühnen Meriten verdient hat, zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat und über ein ungewöhnlich großes Repertoire verfügt. Unwahrscheinlich breit ihr Spektrum, von glockenhell bis zart klingend ließ sie keine Facette aus. Der Tenor Jevgenij Taruntsov, der seit der Spielzeit 2007 zum Ensemble des Saarbrücker Staatstheaters gehört, stand kaum nach, auch seine gefühlvoll vorgetragenen Arien füllten den Theatersaal.

Auch im zweiten Teil des Konzertes nach der Pause dominierten die Themen rund um die Liebe. Lieder und Arien von Franz Léhar oder Verdis berühmtes „La donna e mobile“ aus Rigoletto oder Arien aus dem Barbier von Sevilla begeisterten die Besucher. Das Kreissymphonieorchester war bestens eingestimmt und begleitete die Solisten bravourös und glänzte gleichermaßen in den instrumentalen Passagen.

Es bedarf eigentlich keiner Erwähnung, am Ende, nach knapp drei Stunden waren Zugaben unvermeidlich, das Trinklied aus La Traviata und natürlich der unvermeidliche „Radetzkymarsch“ ließen den Beifall nochmals orkanartig anschwellen.

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