Bürgerpreis für einen verdienten Bürger

Rehlingen-Siersburg. Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Gemeindeverbandes der SPD Rehlingen Siersburg wird alljährlich der Bürgerpreis der Gemeinde vergeben an einen Bürger, der besondere Verdienste um seine Mitmenschen erworben hat. In diesem Jahr ging der Preis an einen Menschen, der diesen Anforderungen seit vielen Jahren gerecht wird und der sich insbesondere für Kinder einsetzt.
Preisübergabe Bürgermeister Martin Silvanus bezeichnete ihn in seiner Laudatio als einen Mann „der wie aus einem Eichenstamm geschlagen ist, knorrig und kantig, einer, der sich nicht verbiegen lässt, einer, der ein Großer ist, ohne lang zu sein“. Als er 1996 begonnen habe, sich für eine Aufgabe zu engagieren, sei noch nicht erkennbar gewesen, dass sich aus der damaligen Tätigkeit bei der Organisation eines Festes ein Lebenswerk entwickeln werde, das beispielhaft sei. Der Preisträger sei jedoch kein entrückter Heiliger, der in einer transzendenten Welt heimisch lebe, sondern bodenständig, ein Mensch aus Fleisch und Blut, sehr vertraut mit den Bürgern der Gemeinde. Er sei ein Mensch für den Menschlichkeit wichtig sei, einer, der sich anrühren lasse vom Schicksal des anderen, einer, für den Menschlichkeit die Kraft ist, die diesen Planeten zusammenhält.
1996 hat er mit seinem Team das Fürweiler Holzhackerfest Preisträger Wolfgang Schneider zu Anlass genommen eine Spendenaktion für krebskranke Kinder ins Leben zu rufen, der er sich seither mit allen Fasern verschreibt. 80 000 Euro hat er seither an Spendengeldern zusammengetragen, die krebskranken Kindern und deren Eltern zugeflossen sind. Der Bürgerpreis des Jahres 2010 ging an Wolfgang Schneider aus Fürweiler.
Vor der Laudatio hatte der Vorsitzende des SPD Gemeindeverbandes, Dr. Michael Altmayer einen Rückblick auf das Jahr 2009 gehalten. 2009 sei aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise ein Jahr mit vielen wegweisenden und folgenreichen Entscheidungen gewesen. Für Rehlingen-Siersburg habe sich der Dr.Michael Altmayer alte Spruch bewahrheitet, dass in jeder Krise eine Chance liege. Das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung habe mehrere Projekte im Gesamtumfang von 1,8 Mio Euro ermöglicht, von denen 1,5 Mio Fördermittel gewesen seien. Durch die Maßnahmen, die Investitionen in der Grenzlandhalle Hemmersdorf, in der Grundschule Hemmersdorf,der Grundschule Siersburg und im Rathaus in Siersburg ermöglicht haben, seien vielerlei positive Aspekte ausgegangen: die heimische Wirtschaft habe zusätzliche und häufig dringende benötigte Aufträge erhalten. Bürger haben Vorteile von besser ausgestatteten Räumlichkeiten und die Gemeindekasse profitiert von Energieeinsparungen. Im Rückblick auf das „Superwahljahr“ hob er ausgezeichnete Wahlergebnis von Bürgermeister Martin Silvanus hervor, der mit fast 70 % der Stimmen eine außergewöhnlich hohe Bestätigung seiner Arbeit erhalten habe und gemeinsam mit der SPD Fraktion, die ihre absolute Mehrheit verteidigt habe die erfolgreiche Arbeit Reinhold Jost fortsetzen könne. In einem Ausblick auf 2010 kündigte Altmayer allerdings an, dass die Auswirkungen der Finanzkrise noch nicht überwunden seien und der haushaltsausgleich schwieriger denn je werde. Er bat die Bürger um Verständnis, wenn nicht alles Wünschenswerte direkt erledigt werden könne.
SPD Generalsekretär Reinhold Jost bedankte sich rückblickend bei der Bevölkerung für das ausgezeichnete Wahlergebnis bei Kommunal- und Bürgermeisterwahl des Jahres 2009, das den Respekt und die Anerkennung widerspiegele, die Bürgermeister Silvanus bei der Bevölkerung genieße. Nach der Landtagswahl hätte er sich gerne in einer Regierungskoalition gesehen, das unerwartete Verhalten unzuverlässiger Partner habe dies unmöglich gemacht. Bezeichnend sei, dass deren erste Projekte die Beschäftigung mit einer „Bad Bank“ und die Beschäftigung mit dem Antirauchergesetz gewesen sei .
Dennoch sei die Zeit des Jammerns und Nörgelns vorbei, statt dessen werde jetzt wieder zugepackt und wichtige Dinge für die Gemeinde auf den Weg gebracht.

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