Kreisstadt Merzig beteiligte sich an der Interkulturellen Woche 2020

Um in diesem besonderen Jahr die Vielfalt der Merzigerinnen und Merziger zu feiern, die Freude am Miteinander zu wecken und Mut zu machen, für ein friedliches Zusammenleben in ihrer Stadt einzustehen, beteiligte sich die Kreisstadt Merzig mit mehreren kleinen Aktionen an der „Interkulturellen Woche 2020“.
Interkulturelle Woche 2 bSo lud beispielsweise das „Jugendhaus Merzig“ in Zusammenarbeit mit der Beauf-tragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Sarah Klemm, Interessierte in der Fußgängerzone dazu ein, ein kunterbuntes Bild von und für Merzig zu gestalten. „Es freut uns sehr, dass so viele Menschen trotz des Regens an unserer Aktion teilgenommen haben“, sagte Julia Bost, die Leiterin des Jugendhauses Merzig. „Sogar Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hat unseren Stand besucht und gemalt“, ergänzte Sarah Klemm.

Das Ergebnis war im wahrsten Sinne des Wortes vielfältig: die Leinwand zeigte Menschen, die über eine Mauer schauen und somit Grenzen überwinden, Blumen und Kleeblätter, Regenbogen und Sonnenschein bis hin zu Worte, wie „Vertrauen“ oder „Leben in arabischer Schrift.

Auch die Integrationsbeauftragte der Kreisstadt Merzig, Heike Wagner, verteilte ihre beliebten Lesungen in der Stadtbibliothek auf mehrere Wochentage, um die Räume ausreichend lüften und desinfizieren zu können. Zweitklässler aus Hilbringen, Schwemlingen, der Kreuzbergschule und der Grundschule St. Josef durften den liebevoll erzählten Geschichten „Ein komischer Vogel“ und „Irgendwie anders“ lauschen. Ein gemeinsames Basteln, wie in den Vorjahren, durfte coronabedingt leider nicht stattfinden. „Es hat uns in diesem Jahr vor besondere Herausforderungen gestellt, Veranstaltungen und Aktionen zu finden, die wir den Hygieneschutzrichtlinien konform durchführen können“, erläuterte Heike Wagner.
Interkulturelle Woche 1 b
In einem hybriden Fomat, das bedeutet, das eine Teilnahme sowohl nach vor-heriger Anmeldung vor Ort als auch spontan online möglich war, fand die Informations-veranstaltung „Neue Wege gehen für eine Personalplanung mit Perspektive – Chancen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG)“ statt, bei der das Projektteam „Fachkräfteeinwanderung Saar“ eben über dieses Thema referierte. Auf Initiative von Raphaela Recktenwald, die in der Kreisstadt Merzig das Projekt „IQ Merzig“ betreut, stellten Martina Weghorst und Lisa-Cathérine Speicher die Prozesse vor, wie qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt eingestellt werden können.

Ein Malkurs in „Ebru-Malerei“ im AWO Stadtteilbüro auf dem Gipsberg, das Friedensgebet der Religionen, das in diesem Jahr in der Pfarrkirche St. Peter stattfand, sowie ein internationaler Speiseplan im Mehrgenerationenhaus und die Broschüre „Vielfalt im Kinderzimmer“ des Caritasverbands Saar-Hochwald rundeten das Angebot ab.

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